Der Mentor

Große Arkanen im Tarot: 5 Der Mentor

Die Szene auf dem Bild zeigt den gestiefelten Kater aus dem gleichnamigen Märchen. Dank des Katers und dessen Gewandheit wurde aus dem Sohn eines Müllers ein Graf. Der Graf heiratete später die Königstochter. Ohne die Hilfe des Katers wäre das nicht möglich gewesen. Wer ist dein Mentor? Wer ist dein Ratgeber? Wer hilft dir in deinem Leben weiter?

Bedeutung der Tarotkarte

„Auf unserer (Lebens)Reise durch unbekanntes Gebiet kann uns der Mentor mit grundlegendem Wissen versorgen. Es ist entscheidend, dass wir unsere animalischen Instinkte annehmen und dem Vorbild unserer Lehrer aus dem Tierreich nacheifern. Wenn wir unser inneres Tier lebendig werden lassen, können wir auch auf angeborene Weisheiten zurückgreifen, die sich in gewissen Situationen durchaus als nützlich erweisen können.“

Das Märchen-Tarot, (c) Arun

Schlüsselwörter

  • Führer
  • Ratgeber

Symbole und Bedeutung

„Der Kater ist unser Führer. Er ist schlau und weise und vermag uns wertvolle Lektionen zu erteilen. Der Weg ist erleuchtet von gesprenkeltem Licht. Doch auch Schatten fallen auf den Pfad und weisen darauf hin, dass Herausforderungen bevorstehen. Der Wald ist übersät mit Dornenbüschen und zerbrochenem Gehölz, Symbole für Hindernisse und potentielles Leiden. Dies ist ein Ort, an dem wir uns auf unsere inneren Tierhelfer und Mentoren berufen sollten.

Der Kater trägt einen Gürtel, ein Zeichen für Stärke und Meisterschaft. Die Blätter der Bäume sind Symbole für Individualität. In der Tasche, die der Kater über der Schulter trägt, könnten sich die Geheimnisse befinden, die ihn befähigen, menschenähnliche Eigenschaften zum Ausdruck zu bringen. In der großen Tasche verbergen sich die Geschenke für den König, Symbole für versteckte Potentiale. Efeu rankt sich den Baum hinauf und steht damit für finanzielles Wachstum. Die Pilze am Baumstamm verfügen über magische Kräfte und erinnern uns daran, dass stets auch übernatürliche Kräfte am Werk sind. Die Steine sind Zeichen von Stabilität. Die Art und Weise, wie der Kater strategisch einen Fuß auf einen Stein gestellt hat, verstärkt noch seine Position als vertrauenswürdiger Ratgeber.“

Das Märchen-Tarot, (c) Arun

Geschichte

Der gestiefelte Kater

Es war einmal ein Müller, der hatte drei Söhne, seine Mühle, einen Esel und einen Kater; die Söhne mußten mahlen, der Esel Getreide holen und Mehl forttragen, die Katze dagegen die Mäuse wegfangen. Als der Müller starb, teilten sich die drei Söhne in die Erbschaft: der älteste bekam die Mühle, der zweite den Esel, der dritte den Kater; weiter blieb nichts für ihn übrig. Da war er traurig und sprach zu sich selbst: „Mir ist es doch recht schlimm ergangen, mein ältester Bruder kann mahlen, mein zweiter auf seinem Esel reiten – was kann ich mit dem Kater anfangen? Ich laß mir ein Paar Pelzhandschuhe aus seinem Fell machen, dann ist’s vorbei.“

„Hör,“ fing der Kater an, der alles verstanden hatte, „du brauchst mich nicht zu töten, um ein Paar schlechte Handschuhe aus meinem Pelz zu kriegen; laß mir nur ein Paar Stiefel machen, daß ich ausgehen und mich unter den Leuten sehen lassen kann, dann soll dir bald geholfen sein.“ Der Müllersohn verwunderte sich, daß der Kater so sprach, weil aber eben der Schuster vorbeiging, rief er ihn herein und ließ ihm die Stiefel anmessen. Als sie fertig waren, zog sie der Kater an, nahm einen Sack, machte dessen Boden voll Korn, band aber eine Schnur drum, womit man ihn zuziehen konnte, dann warf er ihn über den Rücken und ging auf zwei Beinen, wie ein Mensch, zur Tür hinaus.

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