Legesystem für Tarot: Das Entscheidungsspiel

Das Entscheidungsspiel mit Tarot

Das Entscheidungsspiel hilft dir dabei, eine Entscheidung zwischen zwei Alternativen zu treffen. Du hast zwei Optionen zur Auswahl. Zum Beispiel fragst du, ob du dieses oder jenes Stellenangebot annehmen sollst. Vielleicht aber geht es auch um gehen oder bleiben? Vielleicht stehst du zwischen zwei Menschen und musst dich für einen entscheiden? Mit dem Entscheidungsspiel kannst du beide Wege durchleuchten und erfahren, welche Konsequenzen diese nach sich ziehen.

Dieses Spiel kann für interessierte Anfänger verwirrend sein. Wenn du dich erst seit kurzem mit Tarot beschäftigst, kann es sinnvoll sein, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Egal, ob du das Tarot Entscheidungsspiel alleine spielst oder ob du dir von einer Person deines Vertrauens die Karten legen lässt, es kann dir helfen, mehr Klarheit in einer schwierigen Situation zu erhalten.

Anleitung für das Spiel

Du benötigst ein Tarotdeck deiner Wahl, Papier und Stift. Schreibe das Datum auf – das hilft im Nachhinein, falls du etwas nachsehen möchtest. Für dieses Spiel benötigst du nur die 22 großen Arkanen. Die kleinen Arkanen kannst du zur Seite geben. Jetzt mische die Karten und denke dabei an deine Wahlmöglichkeiten. Wenn du das Gefühl hast, dass alle Karten gut gemischt sind, nimmst du von dem verdeckten Stoß nacheinander 7 Karten. Diese sind wie folgt zu deuten:

Karte 1: Fragehintergrund oder deine Einstellung zur Entscheidung

Möglichkeit A

Karte 2, Karte 3, Karte 4: Diese Positionen können chronologisch interpretiert werden, müssen aber nicht.

  • Das geschieht, wenn ich A mache
  • Damit bin ich konfrontiert
Möglichkeit B

Karte 5, Karte 6, Karte 7: Diese Positionen können chronologisch interpretiert werden, müssen aber nicht.

  • Das geschieht, wenn ich B mache
  • Damit bin ich konfrontiert

Viel Spaß beim Tarotlegen!

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Beispiel aus der Praxis

Weg B (5,6,7)

Karte 5: Das Gericht zeigt an, dass sie in sich einen starken und unüberhörbaren Ruf vernimmt. Es geht um die grundsätzliche Frage, was ihre berufliche Aufgabe im Leben ist. Diese Frage geht weit über Lenas derzeitige berufliche Situation hinaus.

Karte 6: Die Hohepriesterin unterstreicht den inneren Ruf des Gerichts. In Lena regt sich ein tiefes Wissen, das sie aufhorchen lässt. Zweifel plagen sie mitunter. Sie zieht alle Eventualitäten in Betracht. Lena prüft die Situation und achtet dabei auf ihre Gefühle.

Karte 7: Der Magier steht eindeutig für einen Neubeginn. Lena ist jung und steht beruflich erst am Anfang. Sie braucht neue Eindrücke und Möglichkeiten, um sich erproben und vervollkommnen zu können. Sie wächst persönlich nur durch neue Herausforderungen.

Ergebnis: Das Tarot spricht sich hier sehr klar für Weg B aus.

Lena ist seit zwei Jahren in einem Betrieb beschäftigt. Obwohl sie sich gut eingelebt hat und mit allen gut auskommt, hat sie das Gefühl, sich beruflich verändern zu wollen. Sie fragt, ob sie bleiben (Weg A) oder gehen (Weg B) soll.

Sie zieht als erste Karte die Sonne. Lena will beruflich voran kommen und Erfolg haben. Ihre berufliche Karierre ist ihr wichtig und sie ist zuversichtlich, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen wird.

Weg A (2,3,4)

Karte 2: Die Herrscherin deutet darauf hin, dass Lena beruflich mit einer weiblichen Person zu tun hat. Diese ist älter als sie und könnte ihre Vorgesetzte sein, muss aber nicht. Es ist auch möglich, dass sie ihr berufliches Umfeld als familiär empfindet.

Karte 3: Das Rad des Schicksals zeigt ihr Auf und Ab im Berufsalltag an. Es tut sich immer etwas und ihr wird nicht langweilig. Auch Glück spielt eine Rolle, dort wo sie jetzt ist. Sei es, dass sie durch glückliche Umstände oder durch glückliche Fügungen profitiert.

Karte 4: Der Eremit aber zeigt, dass sie sich einsam oder alleine fühlt. Obwohl es nicht langweilig ist (Rad) und sie mit allen gut auskommt (Herrscherin), hat sie das Gefühl, persönlich auf Dauer nicht weiter zu kommen. Eine innere Suche bleibt bestehen.

Autor: Copyright by Anna Rathkolb