Wochenfrage: Wie sieht es mit unserer Freiheit im Lockdown aus?

The Book Of Shadows Tarot (Volume I) von Barabara Moore, 2012 Copyright Lo Scarabeo

Der Lockdown stellt besondere Herausforderungen an jeden einzelnen von uns. Wie gehen wir damit um? Was macht diese neue Situation mit uns? Diese wichtigen Fragen habe ich zum Anlass genommen, um einen Blick in das Tarot zu werfen.

Karte 1: IX Der Eremit

Die Karte „The path“ zeigt eine einsame Gestalt in einem dunklen Umfeld. Es scheint Nacht zu sein und es sieht kalt und windig aus. Entschlossen folgt sie einem schwachen Lichtstrahl, der ihr die nächsten Schritte ausleuchtet.

Der Lockdown isoliert uns von der Außenwelt. Der Pfad führt uns nicht nach außen sondern zu uns selbst in unser Inneres. Wir sind mit unserer persönlichen Freiheit und Autonomie auf uns selbst zurückgeworfen. Nur in uns selbst können wir uns jetzt frei und autonom fühlen.

Karte 2: VII Der Wagen

Der Wagen wird als eine weibliche Engelsgestalt mit Flügel dargestellt und als „Transformation“ bezeichnet. Licht und Schatten sind gleichermaßen zu sehen. Dennoch ist ihre Bewegung eindeutig Richtung Schatten zu erkennen. Einen Flügel schiebt sie zur Seite, um besser vorwärts zu kommen. Die dunkle Seite, auf die sie sich zubewegt, lässt aber nichts als Dunkelheit erkennen. Weder ist ein Boden noch ist ein Weg sichtbar.

Die einzige Freiheit, die wir im Moment haben, ist mutig und tapfer vorwärts zu gehen. Doch vor uns liegt das Unbekannte. Wir sehen und wissen nicht wie es weiter gehen soll. Gefühle der Unsicherheit und der Angst beschleichen uns. Werden wir dem Morgen vertrauen können? Wird unsere Existenz gesichert sein? Wir müssen und wollen es herausfinden.

Karte 3: XIX Die Sonne

Die Sonnenkarte zeigt einen Mann und eine Frau. Der Mann hält einen weißen Hasen (Zeichen der Fruchtbarkeit) auf seinem Schoß, die Frau ist hochschwanger. Im Hintergrund ist ein Feld mit reifen Sonnenblumen zu sehen. In diesem Deck wird die Sonne als „Litha“ bezeichnet; ein Hinweis auf ein keltisches Sonnenfest.

Die Sonne am Zenit stellt uns die Frage, wo wir stehen und wo wir hin wollen. Sie erinnert uns an unsere Schöpferkraft, an unsere Fruchtbarkeit und an unsere Beziehungsfähigkeit. Wenn es also um unsere Freiheit und um unsere Autonomie geht, so sagt uns die Sonne, dass wir so einzigartig und unverkennbar sind wie sie (es gibt nur eine Sonne für uns). Niemand, auch kein Lockdown, kann uns diese Einzigartigkeit nehmen.

Die Sonne ist das Licht des Lebens und so wie sie sollen wir leuchten, strahlen und Wärme geben. Ohne Sonne gibt es kein Leben. Wenn wir also die innere Sonne wieder finden, finden wir zurück zu unserer einstigen Strahl- und Schöpferkraft.

Das Leben ist in uns. Jeder von uns trägt diese Schöpferkraft in sich. Wir sind in der Lage, mithilfe dieser uns immanenten Kraft immer wieder neu zu beginnen und unser Leben zu gestalten. Diese Freiheit und diese Autonomie kann uns niemand nehmen – auch kein Lockdown.

Es bleibt also die Frage, die nur jeder einzeln für sich selbst beantworten kann: Wo stehe ich? Wo will ich hin?

Ich wünsche Euch eine gute Woche, viel Kraft und wertvolle Einsichten.

Eure Anna

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